Einsatzbericht: Drei Waldbrände hielten die Feuerwehr in Atem

Die wochenlange Trockenheit und das heiße Wetter setzte den Wäldern in der Region zu. Am Abend des Ostermontags, 22. April 2019, wurde die Feuerwehr Ellenbach wegen eines Waldbrandes alarmiert. Gegen 18.30 Uhr schrillte die Sirene, zwei Rauchsäulen standen über dem Wald bei Leutenbach. Zusätzlich waren auch viele Wehren aus Hersbruck, Altensittenbach, Großviehberg, Happurg, Henfenfeld, Engelthal, Ottensoos, Lauf a. d. Pegnitz, Röthenbach, Reichenschwand, Hohenstadt, die UG-ÖEL Nürnberger Land, das THW und die Kreisbrandinspektion alarmiert worden.

Löschwasser als Herausforderung

Der genaue Brandort war zunächst noch nicht bekannt. Um sich schnell einen Überblick zu verschaffen, setzte die Wehr ein Quad ein, auf dem auch KBI Herrmann mitfuhr. Sobald die Feuer genau lokalisiert waren, begannen die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten. Allerdings konnten die schweren Fahrzeuge nicht auf den unwegsamen Waldwegen fahren, sodass dringend Löschwasser auf anderem Wege besorgt werden musste. Schließlich wurden drei Güllefässer mit Wasser befüllt, die dann zwischen dem Brandort und der Befüllungsstation im Pendelverkehr fuhren.

Fotos: Feuerwehr Hersbruck

Gegen 20.30 Uhr war das Feuer schließlich unter Kontrolle, doch bereits gegen 21.15 Uhr wurde ein weiterer Brand im Waldgebiet zwischen Weiher und Engelthal gemeldet. Auch dort war die Feuerwehr Ellenbach wieder im Einsatz, zum Ausleuchten der Wege und zur Unterstützung der Wasserversorgung. Bis 2 Uhr nachts waren die Feuerwehren mit Löscharbeiten beschäftigt. Bis zum endgültigen Ende des Einsatzes dauerte es aber noch bis 10 Uhr am nächsten Morgen: Immer wieder mussten die Feuerwehrleute Glutnester ablöschen und Brandwache halten.

Vorsicht bei Waldbrandgefahr

Dieser Einsatz zeigt, dass die Waldbrandgefahr sehr real ist, Waldbrände gefährlich sein können und sich noch dazu schnell ausbreiten. Bei großer Trockenheit bitten wir daher alle Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer sich vorsichtig im Wald zu bewegen: Bitte lassen Sie keine Glasflaschen liegen, Zigarettenstummel fallen und entzünden Sie kein offenes Feuer auf dem trockenen Boden.

Wir danken den beteiligten Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit!

Erfolgreiche Gemeinschaftsübung der Hersbrucker Feuerwehren: Umgang mit Randalierern und Rettung von Personen im Fokus

ELLENBACH – Am vergangenen Mittwoch, 25. Juli 2018, fand die jährliche gemeinsame Übung der Hersbrucker Wehren statt. Die Einsatzkräfte hatten auf dem Grundstück eines alten Bauernhofs in Ellenbach nicht nur mit den heißen Sommertemperaturen zu kämpfen, sondern auch mit einer neuen Übungssituation: Freiwillige Helfer spielten Randalierer, die das Grundstück besetzten und versuchten, die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit zu behindern.

Um kurz vor 19 Uhr ging die Alarmierung bei den Feuerwehren Ellenbach, Hersbruck, Großviehberg und Altensittenbach ein: verletzte Personen in schwer zugänglichem Gelände. Vor Ort wartete dann eine böse Überraschung auf die rund 90 Rettungskräfte. Randalierer hatten den alten Bauernhof in Ellenbach besetzt, bedrohten die Feuerwehrleute und wollten sie nicht auf das Grundstück lassen. Schließlich gelang es den beteiligten Wehren, die Randalierer zu beruhigen und sich Zutritt zum Gelände zu verschaffen. In den drei Gebäuden mussten vier verletzte Personen gerettet werden, die teilweise unter Einsatz der Drehleiter und mit einer Trage hinausgetragen wurden.

Werner Bleisteiner, Kommandant der Feuerwehr Ellenbach, zeigte sich nach der Übung zufrieden: „Der Übungseinsatz hat gut funktioniert. Die Absprachen und die Zusammenarbeit liefen wie immer reibungslos. Es ist wichtig, die Mannschaften für den Umgang mit Randalierern zu sensibilisieren, solche Situationen werden in Zukunft noch öfter auf uns zukommen.“ Uwe Holzinger, Kommandant der Feuerwehr Hersbruck, bedankte sich bei allen Wehren für ihre Einsatzbereitschaft, vor allem bei solch hohen Temperaturen – immerhin zeigte das Thermometer knapp 30 Grad Celsius. Beide Kommandanten bedankten sich auch bei den beteiligten Nachbarn und freiwilligen Helfern, die Randalierer und Verletzte spielten.

Nach der Übung stärkten sich die Feuerwehrleute gemeinsam bei einem Abendessen im Bürgerhaus in Ellenbach. Dabei wurde die Übungssituation und immer häufiger vorkommende Übergriffe auf Rettungskräfte rege diskutiert.

Die Hersbrucker Wehren veranstalten jedes Jahr eine solche gemeinsame Übung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und die Einsatztaktiken zu verbessern sowie die Kameradschaft zwischen den Wehren zu stärken. Bei der Planung und Organisation der Gemeinschaftsübung wechseln sich die Wehren ab.

Truppmann-Ausbildung erfolgreich bestanden

34 Feuerwehrleute aus 11 Bezirken – darunter zwei Mitglieder der Feuerwehr Ellenbach – haben am 1. April 2017 erfolgreich das erste Basismodul der Truppmann-Ausbildung bestanden. Damit beherrschen die jungen Kameradinnen und Kameraden offiziell die Grundlagen des Feuerwehrdienstes. Der Lehrgang „Modulare Truppmann Ausbildung Basismodul Teil 1“ fand nach dem neuen Ausbildungskonzept in Altensittenbach und Kirchensittenbach statt.

Im Lehrgang beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit dem 9. Januar mit verschiedenen Themen, die für den Einsatz in der Feuerwehr wichtig sind. Dazu gehören Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung, Material und eingesetzten Fahrzeugen, Rechtsgrundlagen und Pflichten im Einsatz sowie zum korrekten Verhalten im Einsatz und in der Öffentlichkeit. Außerdem schulten die Kameradinnen und Kameraden den Umgang mit Geräten für die technische Hilfeleistung und die Brandbekämpfung, Rettungsmaßnahmen, diverse Stiche und Knoten sowie das Verhalten der Gruppe im Löscheinsatz und bei Hilfeleistungen jeglicher Art.

 

Zum Abschluss des Lehrgangs standen ein theoretischer Test in Form eines Fragebogens und eine praktische Prüfung auf der Betriebsanlage der Kläranlage in Hersbruck an. Unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Löschgruppenaufbau vornehmen. Am Ende stand ein erfreuliches Ergebnis: Alle haben die Prüfung mit sehr guter Leistung bestanden.

Bei einer Brotzeit im Gerätehaus der Feuerwehr Altensittenbach erhielten die Kameradinnen und Kameraden ihre Teilnehmerurkunden. Die Kreisbrandmeister Wolfgang Werthner, Thorsten Brunner, Kai Marienfeld sowie die Lehrgangsleiter Andreas Weber und Oliver Simon lobten die erbrachten Leistungen. Auch Klaus Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Kirchensittenbach, gratulierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur erfolgreich bestandenen Prüfung und bedankte sich bei den einzelnen Wehren für die investierte Zeit.

Der Lehrgang zum zweiten Teil des Basismoduls folgt dann im Herbst 2017. Die 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus den Feuerwehren Altensittenbach, Aspertshofen, Ellenbach, Happurg, Hohenstein, Kirchensittenbach, Kleedorf, Oberkrumbach, Schupf, Treuf und Wallsdorf.