Erfolgreiche Gemeinschaftsübung der Hersbrucker Feuerwehren: Umgang mit Randalierern und Rettung von Personen im Fokus

ELLENBACH – Am vergangenen Mittwoch, 25. Juli 2018, fand die jährliche gemeinsame Übung der Hersbrucker Wehren statt. Die Einsatzkräfte hatten auf dem Grundstück eines alten Bauernhofs in Ellenbach nicht nur mit den heißen Sommertemperaturen zu kämpfen, sondern auch mit einer neuen Übungssituation: Freiwillige Helfer spielten Randalierer, die das Grundstück besetzten und versuchten, die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit zu behindern.

Um kurz vor 19 Uhr ging die Alarmierung bei den Feuerwehren Ellenbach, Hersbruck, Großviehberg und Altensittenbach ein: verletzte Personen in schwer zugänglichem Gelände. Vor Ort wartete dann eine böse Überraschung auf die rund 90 Rettungskräfte. Randalierer hatten den alten Bauernhof in Ellenbach besetzt, bedrohten die Feuerwehrleute und wollten sie nicht auf das Grundstück lassen. Schließlich gelang es den beteiligten Wehren, die Randalierer zu beruhigen und sich Zutritt zum Gelände zu verschaffen. In den drei Gebäuden mussten vier verletzte Personen gerettet werden, die teilweise unter Einsatz der Drehleiter und mit einer Trage hinausgetragen wurden.

Werner Bleisteiner, Kommandant der Feuerwehr Ellenbach, zeigte sich nach der Übung zufrieden: „Der Übungseinsatz hat gut funktioniert. Die Absprachen und die Zusammenarbeit liefen wie immer reibungslos. Es ist wichtig, die Mannschaften für den Umgang mit Randalierern zu sensibilisieren, solche Situationen werden in Zukunft noch öfter auf uns zukommen.“ Uwe Holzinger, Kommandant der Feuerwehr Hersbruck, bedankte sich bei allen Wehren für ihre Einsatzbereitschaft, vor allem bei solch hohen Temperaturen – immerhin zeigte das Thermometer knapp 30 Grad Celsius. Beide Kommandanten bedankten sich auch bei den beteiligten Nachbarn und freiwilligen Helfern, die Randalierer und Verletzte spielten.

Nach der Übung stärkten sich die Feuerwehrleute gemeinsam bei einem Abendessen im Bürgerhaus in Ellenbach. Dabei wurde die Übungssituation und immer häufiger vorkommende Übergriffe auf Rettungskräfte rege diskutiert.

Die Hersbrucker Wehren veranstalten jedes Jahr eine solche gemeinsame Übung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und die Einsatztaktiken zu verbessern sowie die Kameradschaft zwischen den Wehren zu stärken. Bei der Planung und Organisation der Gemeinschaftsübung wechseln sich die Wehren ab.

Die Rettungsgasse rettet Leben

Unfall auf der Autobahn, die Rettungskräfte versuchen so schnell wie möglich an die Einsatzstelle zu kommen – und stehen dann im Stau. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, die für die Unfallopfer um Leben und Tod entscheiden kann. Solche Situationen gibt es immer noch viel zu häufig auf deutschen Autobahnen. Eigentlich existiert eine einfache Lösung: Durch eine Rettungsgasse können Feuerwehr, Notarzt, Sanitäter und Polizei schnellstmöglich an die Unfallstelle gelangen. Doch viele Autofahrer stehen den Einsatzkräften im Weg oder wissen gar nicht wie eine Rettungsgasse gebildet wird. Ein Video des Miniaturwunderlandes Hamburg zeigt, zu welch gefährlichen Situationen es dann kommen kann:


(Video: Miniaturwunderland Hamburg)

Dabei ist das eigentlich ganz einfach: Auf einer zweispurigen Autobahn muss in der Mitte der beiden Fahrspuren eine Gasse freigehalten werden, auf einer dreispurigen Straße wird zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen eine freie Gasse gebildet. Diese Gasse muss auch frei gehalten werden, wenn schon Einsatzfahrzeuge vorbei gefahren sind – man weiß ja schließlich nie, ob noch mehr Fahrzeuge kommen.

Diese Regelung ist übrigens nicht nur ein frommer Wunsch der Rettungskräfte, sondern sogar gesetzlich verankert. Nach Paragraph 11, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrzeugführer dazu verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden und freizuhalten.

Mach dein Kind stolz!

Mit dieser direkten Aufforderung werben die 7700 Bayerischen Feuerwehren um neue aktive Mitglieder für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, der von der kleinsten Gemeinde bis hin zur Landeshauptstadt dazu beiträgt, dass im Notfall kompetente Hilfe innerhalb von nur wenigen Minuten präsent ist. Mit derzeit rund 320.000 aktiven Frauen und Männern sind die Feuerwehren in Bayern die größte Hilfsorganisation, die über Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung bis hin zu Katastrophenfällen rund um die Uhr einsatzbereit ist.

Natürlich ist das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr ganz entscheidend von regelmäßigen Ausbildungsstunden und Einsätzen geprägt, die es zu leisten gilt – egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. In diesen Momenten ist jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau gefordert, sich diesen Herausforderungen zu stellen, für den Nächsten einzutreten und Schaden abzuwenden.
Der Lohn dafür ist nicht monetär aufzuwiegen, sondern er ist das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben – und darauf sind vor allem die Kinder stolz, wenn sie erzählen „Meine Mama / mein Papa ist bei der Feuererwehr!“

Sie wollen bei der freiwilligen Feuerwehr mitmachen? Dann melden Sie sich einfach bei uns und informieren Sie sich unverbindlich!

Den Info-Flyer des Landesfeuerwehrverbandes Bayern finden Sie hier.

Weitere Informationen: http://www.mach-dein-kind-stolz.de (Quelle)