Großes Interesse an Defi-Schulungen: Ellenbacher Vereine freuen sich über viele Teilnehmer – Weitere Termine geplant

Ein kleines Gerät, das im Ernstfall Leben retten kann: ein Defibrillator, kurz „Defi“ genannt. Noch im April werden im Hersbrucker Ortsteil Ellenbach zwei dieser Geräte installiert, einer im oberen und einer im unteren Teil des Dorfes. Doch wie geht man mit einem solchen Gerät um? Darin ließen sich rund 60 Teilnehmer am 15. und 17. März 2018 im Bürgerhaus in Ellenbach schulen. Die Ellenbacher Vereine freuen sich über das große Interesse und bieten deshalb zwei Zusatztermine an: Am Mittwoch, 25. April um 19 Uhr und am Samstag. 5. Mai um 9 Uhr.

Die drei Stunden für die kostenlose Schulung sind gut investiert. Im Notfall kann man das Leben von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten retten. Alle Interessierten können sich direkt bei Oskar Raziborsky unter 09151 / 3128 oder defi.schulung@t-online.de anmelden.

Praktische Übungen ergänzen den theoretischen Unterricht

Nach der theoretischen Einweisung konnten die Teilnehmer alle Schritte praktisch einüben.

Grundsätzlich sind die Defis einfach zu bedienen: Einmal richtig an den Patienten angelegt, entscheidet das Gerät selbst, ob es einen Stromstoß ausführt. Zusätzlich gibt es akustische Anweisungen von sich, die Ersthelfer unterstützen. Doch zunächst muss man einen Herz-Kreislauf-Stillstand korrekt erkennen und dann zusätzliche Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden können. All das lernen und üben die Teilnehmer der Schulungen intensiv.

Schulungsgerät eines DEFIs

Mithilfe dieses Schulungsgeräts konnten die Teilnehmer den Umgang mit einem Defibrillator üben.

Die zwei Defibrillatoren werden bis Ende April an den Trafo-Stationen in Ellenbach installiert und stehen dann im Ernstfall jedem zur Verfügung. Die Geräte werden von den Ellenbacher Ortsvereinen angeschafft, auch dank großzügiger Spenden der Familie Giacomucci und der Firma Hörluchs Hearing.

Die Rettungsgasse rettet Leben

Unfall auf der Autobahn, die Rettungskräfte versuchen so schnell wie möglich an die Einsatzstelle zu kommen – und stehen dann im Stau. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, die für die Unfallopfer um Leben und Tod entscheiden kann. Solche Situationen gibt es immer noch viel zu häufig auf deutschen Autobahnen. Eigentlich existiert eine einfache Lösung: Durch eine Rettungsgasse können Feuerwehr, Notarzt, Sanitäter und Polizei schnellstmöglich an die Unfallstelle gelangen. Doch viele Autofahrer stehen den Einsatzkräften im Weg oder wissen gar nicht wie eine Rettungsgasse gebildet wird. Ein Video des Miniaturwunderlandes Hamburg zeigt, zu welch gefährlichen Situationen es dann kommen kann:


(Video: Miniaturwunderland Hamburg)

Dabei ist das eigentlich ganz einfach: Auf einer zweispurigen Autobahn muss in der Mitte der beiden Fahrspuren eine Gasse freigehalten werden, auf einer dreispurigen Straße wird zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen eine freie Gasse gebildet. Diese Gasse muss auch frei gehalten werden, wenn schon Einsatzfahrzeuge vorbei gefahren sind – man weiß ja schließlich nie, ob noch mehr Fahrzeuge kommen.

Diese Regelung ist übrigens nicht nur ein frommer Wunsch der Rettungskräfte, sondern sogar gesetzlich verankert. Nach Paragraph 11, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrzeugführer dazu verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden und freizuhalten.